Dieser Artikel soll Ihnen helfen, die Rolle und Grenzen von Heredis in Ihrer IT-Umgebung zu verstehen. Sie erfahren, warum bestimmte Fehlfunktionen häufig auf höhere Systemebenen (Antivirus, Sicherheit, Updates usw.) zurückzuführen sind und nicht auf die Software selbst.
Die Analogie der IT-Pyramide
Stellen Sie sich Ihren Computer als eine Pyramide mit mehreren Ebenen vor:
- An der Basis befindet sich Heredis, eine Drittanbieteranwendung.
- Darüber befinden sich Antivirenprogramme, Reinigungssoftware und andere Sicherheitstools, die überwachen und regulieren, was Anwendungen auf Ihrem Computer tun dürfen.
- Ganz oben steht das Betriebssystem (Windows oder macOS), das den gesamten Computer steuert und seine eigenen Funktionsregeln festlegt.
- Was Sie sich merken sollten
Heredis, das sich ganz unten in dieser Pyramide befindet, hat keinen direkten Einblick in das, was darüber geschieht. Es kann nur im Rahmen der ihm gewährten Berechtigungen ausgeführt werden. Es unterliegt den Entscheidungen und Einschränkungen der darüber liegenden Ebenen – System, Antivirus oder Software von Drittanbietern –, ohne diese anzufechten oder vorwegzunehmen.
Wenn also eine Fehlfunktion auftritt (blockierte Installation, Absturz, Änderung der Bildschirmauflösung usw.), handelt es sich sehr oft um eine Nebenwirkung einer externen Einschränkung und nicht um einen intrinsischen Fehler von Heredis.
- Warum treten diese Probleme auf?
Jeder Computer hat eine einzigartige Konfiguration: Art und Version des Virenschutzprogramms, installierte Software, Sicherheitseinstellungen, Updates, Speicherplatz usw. Daher ist es für Heredis unmöglich, alle bestehenden Kombinationen zu kennen oder zu reproduzieren und somit alle Sonderfälle vorherzusehen.
Aus diesem Grund ist es unerlässlich, dass jeder Benutzer über ein Mindestmaß an Kenntnissen seiner IT-Umgebung verfügt, um zu verstehen, inwieweit die Software funktionieren kann – oder nicht.
Sonderfall: Mehrfachzugriff auf Dateien und Miniaturansicht
Ein konkretes Beispiel für eine Einschränkung – der Mehrfachzugriff auf eine Heredis-Datei – veranschaulicht diese Hierarchie und ihre Folgen:
- Wenn eine Synchronisierungs- oder Sicherungssoftware (z. B. OneDrive, Google Drive, Dropbox, iCloud) oder ein Festplattenklon gleichzeitig mit Heredis ausgeführt wird, kann es zu einem Konflikt kommen.
- Dieser Konflikt kann zu Schreib- oder Medienzugriffsfehlern führen: Sie stellen dann möglicherweise fest, dass Ihre Bilder nur noch als pixelige Miniaturansichten statt in hoher Auflösung angezeigt werden.
- Das bedeutet, dass Heredis keinen doppelten (gleichzeitigen) Zugriff auf eine Datei verarbeitet – wenn ein externer Prozess auf die Datei oder ein Medium zugreift, während die Anwendung geöffnet ist, wird Heredis in seinen Berechtigungen „blockiert” und kann den vollständigen Zugriff nicht selbst reparieren oder wiederherstellen.
- Wenn darüber hinaus die Originalmedien verschoben, umbenannt oder in einer Cloud gespeichert werden oder der Ordner „Media” im .hmw-Ordner von Heredis geändert wurde, kann Heredis das Original nicht mehr finden und greift auf eine Kopie mit geringerer Qualität (Miniaturansicht) zurück.
- Zusammenfassend lässt sich sagen: Dieses Problem liegt nicht daran, dass Heredis „es nicht kann”, sondern an einer externen Ebene – Cloud-Speicher, Synchronisierung, Festplattenklon, automatische Sicherungssoftware –, die eine Datei geändert oder darauf zugegriffen hat, während die Anwendung sie verwendet hat.
Zusammenfassung
Heredis nutzt ausschließlich die vom Betriebssystem und der Sicherheitssoftware zugelassenen Funktionen.
Auftretende Anomalien sind in der Regel auf externe Einschränkungen (Sicherheit, gleichzeitiger Zugriff, Cloud usw.) zurückzuführen und nicht auf eine interne Fehlfunktion von Heredis.
Wenn Sie die Konfiguration Ihres Computers besser kennen, beispielsweise den Zeitpunkt der Sicherungen, den Synchronisierungsmodus, die lokale Speicherung vs. die Cloud und die Antivirus-Software, können Sie solche Situationen leichter vorhersehen und lösen.
Weitere Informationen zum Mehrfachzugriff auf Dateien in Heredis finden Sie in diesem Artikel: